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Essen – is(s)t gut!

11 Apr Essen – is(s)t gut!


Ich hatte letztens ein Gespräch mit einer meiner Freundinnen am Küchentisch, in dem es um Ernährung ging – ein heikles Thema. Während wir uns genüsslich belegte Stullen, Joghurt mit Obst und Kuchen in den Mund schoben , stellten wir fest, dass wir beide eine Sache überhaupt nicht leiden können: wenn Menschen (vor allem junge Frauen) vortäuschen bereits satt zu sein oder mal wieder etwas mehr „Lust auf etwas Frisches und Leichtes“ zu haben, obwohl sie ganz offensichtlich nach etwas „Ungesundem“, oder „Fettigem“ verlangen.

„Boa ich kann das ja gar nicht ab, wenn Jemand vorgibt nach dem halben Apfel satt zu sein!“ – „Seh ich genau so…das nimmt mir immer voll die Lust am Genießen.“

Es soll in diesem Post nicht darum gehen, dass gesunde Ernährung nicht was Feines ist (ich selbst, ernähre mich – wie ich sagen würde recht gesund), auch nicht das sportlich oder schlank sein gleich magersüchtig bedeutet oder das man nicht auch mal Lust auf einen Salat haben kann und der einen (ab gewisser Menge) auch sättigen kann…es geht um die Freude am Essen, um das gemeinschaftliche Genießen, das Teilen von Freude und die Wertschätzung von Essen and sich und dem eigenen Körper. Unsere Gesellschaft, Werbung und soziale Netzwerke verbreiten ein sehr eingeschränkten Blick auf die Schönheit von Menschen. Viele Menschen fühlen sich davon (bewusst oder unbewusst) unter Druck gesetzt diesen Normen zu entsprechen – die sagen wir es ganz offen, nur für einen geringen Teil von uns von Natur aus gegeben sind bzw überhaupt möglich. Die Wahrheit wird verzerrt, Menschen verunsichert oder zum Konsum verleitet… Auch ich kann mich, um ehrlich zu sein nur begrenzt davon abheben. Natürlich hinterfrage ich die Bilder die ich sehe und die Texte die ich lese – trotzdem verunsichert es mich manchmal, wenn Menschen um mich herum anders handeln als ich. Kommen wir also zurück zum Beginn dieses Beitrages. Niemand von uns sollte hungern, um einen (meist) unrealistischen „Ideal“ zu entsprechen. Gesund sein ist nicht nur eine ausgewogene Ernährung und Bewegung, zur Gesundheit gehören für mich auch die Gemeinschaft und die Liebe zu sich selbst. Meine Freunde treffen, mich mit ihnen intensiv zu unterhalten, zu kochen, essen und trinken macht mich sehr sehr glücklich. Mir schmeckt der Kuchen am besten, wenn er auch meinen Freunden schmeckt…denn dann weiß ich – alles ist gut – wenn auch nur für den Moment! (sonstige Probleme dieser Welt einmal ganz ausgeblendet) Etwas Genuss darf sein und geteilt ist er gleich doppelt so groß! :) Wenn ich Personen treffe die bewusst, wegen genannten Gründen auf etwas verzichten, dann stimmt mich das (auch wenn ich weiß, dass ich richtig liege) nachdenklich und drückt meine Stimmung weil ich anfange einen schönen Moment zu hinterfragen. Natürlich sollte man nicht wahllos alles in sich „reinstopfen“, aber manchmal doch halt schon. Das is(s)t dann was ganz Besonderes und man sollte sich nicht darüber grämen sondern bewusst genießen.

Ich schreibe diesmal einen recht langen und außführlichen Beitrag, weil ich zu dieser Illustration einen Kommentar auf Instagram erhielt, der mich etwas nachdenklich stimmte. Eine Person fühlte sich persönlich angegriffen. Natürlich war das nicht meine Absicht. Ich möchte Niemanden verletzen oder negativ beeinflussen – stelle ich hier doch nur meine (persönlichen) Gedanken dar. Doch: hat man eine Meinung und zeigt diese, wird man automatisch (besonders im anonymen Internet) eine Zielscheibe für Andere. Es geht nicht um sinnvolle Diskussionen und einen neutralen Meinungsaustausch – es werden einzelne Aspekte aus dem Zusammenhang gerissen und zerstückelt bzw verzerrt interpretiert. Wer mich kennt weiß, dass ich eine große Liebe für die Kleinigkeiten dieser Welt habe, für die Schönheit der Welt und ihrer Bewohner…trotzdem ist auch für mich nicht immer alles „friede-freude-Eierkuchen“. Ich habe eine Meinung zu bestimmten Themen, zu der ich stehe. Ich bin ein großer Freund von Ironie und Sarkasmus und möchte manchmal auch etwas tiefgründigere Gedanken mit meinen Illustrationen aufgreifen. Wer sich von dieser Illustration also persönlich angegriffen fühlt, sollte – bevor er etwas schreibt, hinterfrage warum sie solche Gefühle auslöst. Ich bin mir sicher, dass ein selbstkritischer und offen-hinterfragender Ansatz die Kommentarzeilen sozialer Netzwerke wesentlich positiver gestalten könnte.

I guess my longest post ever…a translation will follow. If you like to get an idea of what this is about – may check my Instagram and read not just the descripton but also the comments ;).

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